Vorteile der Familienstiftung
". . . bewusst in einfachen Worten erklärt und mit
vielen Beispielen aus dem Leben!"
Basiswissen
1
Was ist eine Familienstiftung (einfach erklärt)?
Eine Familienstiftung ist wie ein Festung für dein Vermögen – und zwar über Generationen hinweg. Stell dir die Stiftung als unsterblichen Eigentümer vor, der Dein Vermögen hält: Du kannst fast alle Vermögenswerte dorthin verlagern, zum Beispiel:
- - Beteiligungen &Firmenanteile
- - Immobilien und Grundstücke
- - Aktien, Fonds, Depots
- - Gold & Silber
- - Kunst, Uhren oder Luxusfahrzeuge
Im Grunde funktioniert die Stiftung ähnlich wie eine GmbH. Sie hat aber viele Vorteile gegenüber dieser.
Der wichtigste und fundamentale Unterschied ist, dass die Stiftung Dir nicht gehört. Und alles was dir nicht gehört, kann dir niemals genommen werden.
Genau dieser juristische Kniff ist das Herzstück des Schutzes: Denn obwohl niemand von Außen an das Vermögen herankommt, hast du alleine die volle Kontrolle darüber.
Hier ein Beispiel: Die von Hans gegründete Stiftung kauft ein Auto. Es gehört also formal der Stiftung. Den Schlüssel jedoch hat Hans in seiner Tasche und er kann jederzeit einsteigen und mit dem Auto fahren. Als Vorstand der Stiftung kann er das Auto auch jederzeit verkaufen (für die Stiftung).
Wichtig: Weil das Auto Hans rechtlich nicht gehört, kann ihm das Eigentum nicht entzogen werden. Weder bei Scheidung, noch im Falle einer Insolvenz oder bei allen anderen unvorhergesehenen Unwägbarkeiten des Lebens.
--> Außerdem zahlt eine Stiftung sehr wenig Steuern. Weniger als eine vermögensverwaltende GmbH. Dazu gleich mehr…

Für alle, die, die verheiratet sind oder deren Kinder verheiratet sind . . .
Bitte denke nicht nur an die nächste, sondern auch an die übernächste Generation!
2
Wie eine Stiftung Dich bei einer Scheidung schützt?
Hans‘ Frau will sich plötzlich nach vielen Jahren Ehe von ihm scheiden lassen. Hans versteht die Welt nicht mehr!
Während der Scheidung prüft das Gericht (beim Güterstand der Zugewinngemeinschaft), wieviel „reicher“ jeder während der Ehe geworden ist. Das nennt man den Zugewinnausgleich.
Bsp.: Hans Girokonto ist während der Ehe um 1 Mio. € angewachsen. Seine Frau hatte keinen Zugewinn. Deshalb muss Hans ihr für diesen Posten 500.000 € abgeben.
Außerdem hat er vor 10 Jahren eine Immobilie im Wert von 1 Mio. € geerbt. Da er viel in diese Immobilie investiert und sich unzählige Stunden um sie gekümmert hat, ist ihr Wert auf 2 Mio. € gestiegen.
Auch dieser Wertzuwachs in Höhe von 1 Mio. € muss geteilt werden. Hans muss seiner Frau daher innerhalb von wenigen Wochen insgesamt 1 Mio. € überweisen. Je nach Liquidität und Struktur des Vermögens kann das existenzbedrohend werden.
Balduin war schlauer. Er hat zu Beginn seiner Ehe eine Stiftung gegründet. Seine Firma - ein gut laufendes Einzelunternehmen - hat er steuerneutral in die Stiftung eingebracht. Da Balduin sich nur so viel als Gehalt auszahlte, wie seine Familie zum Leben brauchte, ist sein Privatvermögen hierdurch nicht angewachsen.
Auch Balduin hat eine Immobilie im Wert von 1 Mio. geerbt. Diese hat er direkt nach der Erbschaft an seine Stiftung verkauft. Dadurch hat der ganze Vermögenszuwachs der Immobilie in der Stiftung stattgefunden und nicht in seinem Privatvermögen. Die Stiftung ist also jetzt 1 Mio. € reicher, aber nicht Balduin.
Zur Klarstellung: Erbschaften selbst sind nicht ausgleichspflichtig. Nur der Zugewinn aus einer Erbschaft ist ausgleichspflichtig .
Und wie ist die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 1 Mio. € zu klassifizieren?
Die Zahlung des Kaufpreises ist kein Zugewinn. Laienhaft kann man es sich eher wie einen Tausch von Vermögen vorstellen: Vorher dem Verkauf hatte Balduin eine Immobilie im Wert von 1 Mio. €.
Nach dem Verkauf hat er Geld im Wert von 1 Mio, aber keine Immobilie mehr.
Balduin muss seiner Frau daher keinen Zugewinnausgleich aus diesen Positionen zahlen.

3
„Wir brauchen keine Stiftung – wir sind glücklich verheiratet!“ Bitte lies hier weiter, falls eine Scheidung für Dich undenkbar ist.
Wenn du in der glücklichen Lage bist, dass eine Scheidung in deiner Ehe undenkbar ist, dann gratulieren wir herzlich. Denn natürlich gibt es glückliche Ehen und das ist fabelhaft.
Doch auch wenn du für deine Ehe die Hand ins Feuer legen kannst, so frage dich bitte - kannst du es auch für die Ehen deiner Kinder oder für die Ehen deiner Enkel oder für die Ehen deiner Urenkel?
Hier ein Beispiel:
Der Vater hat seinem Sohn Hans eine vermietete Wohnung im Wert von 400000€ steuerfrei zu dessen Hochzeit geschenkt.
Doch nach 20 Jahren Ehe kam die Scheidung. Die Wohnung hatte jetzt einen Wert von 1,4 Mio. €.
Hans musste seiner Frau also einen Zugewinnausgleich von 500.000 € für diese Wohnung bezahlen.
Der Vater von Balduin war vorsichtiger. Er hat eine Stiftung gegründet und dort die Wohnung eingebracht. Begünstigt aus dieser Stiftung war unter anderem sein Sohn. Balduin hat also genau wie Hans die Mieteinnahmen erhalten.
Da Balduin die Wohnung nicht gehört, musste er bei seiner Scheidung jedoch keinen Zugewinnausgleich bezahlen. Dies sparte ihm 500.000 €.
Ein weiterer Vorteil:
Die Scheidung war erheblich günstiger und schneller, weil die Wohnung nicht Gegenstand des Verfahrens war und auch nicht gutachterlich bewertet werden musste. Außerdem wurde nicht vor Gericht über den Wert der Wohnung gestritten.

Für alle, die mal etwas vererben . . .
Bitte denke nicht nur an die nächste, sondern auch an die übernächste Generation!
4
Familienfriede bewahrt: Wie eine Stiftung bei Erbstreitereien vorbeugt.
Der Gedanke an das Vererben ist oft mit der Sorge verbunden, dass das mühsam aufgebaute Vermögen zum Zankapfel wird – der berühmte "Streit ums Erbe", der Familien oft jahrzehntelang entzweit.
Die Familienstiftung ist hier die elegante und endgültige Lösung für dieses Problem.
1. Das Problem des Erben: Plötzliches Eigentum
Ohne Stiftung fällt Dein Vermögen beim Tod schlagartig an Deine Erben. Nun sind alle Erben plötzlich Miteigentümer einer Erbengemeinschaft. Sie müssen gemeinsam entscheiden: Wer bekommt die Firma? Wer bekommt die Lieblingsimmobilie? Wer muss wen auszahlen?
Ergebnis: Ohne klaren Fahrplan sind Konflikte und langwierige, teure Gerichtsverfahren fast vorprogrammiert.
2. Wie hilft hier die Stiftung?
Sobald Dein Vermögen in die Familienstiftung überführt wurde, erbt niemand mehr das Vermögen selbst.
Die Stiftung ist unsterblich und regiert nach Deinen Regeln.
Kein Eigentum zum Streiten: Deine Kinder/Enkel/Urenkel erben nicht das Haus oder die Aktien. Sie erben lediglich die Rolle als Begünstigte der Stiftung. Die Vermögenswerte selbst gehören weiterhin der Stiftung.
Eindeutige Anweisungen: Du kannst in der Satzung oder einem Beschluss (außerhalb der Satzung) eindeutig festlegen, wie mit dem Vermögen zu verfahren ist: Wer soll welche Ausschüttungen erhalten? Welche Vermögenswerte (z.B. das Ferienhaus) dürfen niemals verkauft werden? Wer darf im Vorstand mitreden?
Die Spielregeln kannst Du alleine aufstellen und Du kannst auch auf Lebenszeit "beherrschender" Vorstand sein - wenn Du willst.
Und über diese deine Regeln wacht die Stiftungsaufsicht – ganz ohne Emotionen oder persönliche Konflikte.
Das Fazit: Frieden statt Zank
Die Stiftung entzieht das Vermögen der Erbmasse und damit dem Zugriff des Erbrechts. Statt eines chaotischen Erben-Streits herrscht ein klar definierter Fahrplan, der den Familienfrieden garantiert. Deine Kinder/Enkel usw. profitieren von den Erträgen, aber die Substanz bleibt als gemeinsames Erbe geschützt und unteilbar – wenn Du dies so wünschst - das Regelwerk ist hier individuell gestaltbar:
Nur der Stifterwille zählt!

5
"Bei meinen Kindern gibt es keine Erbstreitereien!"
Wenn du dir sicher bist, dass es bei deinen Kindern keine Erbstreitereien geben wird, zum Beispiel, weil du nur ein Kind hast, oder weil deine Kinder sich blendend verstehen, so denke bitte auch 2, 3 oder 4 Generationen weiter.
Kannst du heute schon wissen, was die Zukunft bringt? Kannst du heute schon wissen, wen deine Kinder und Kindeskinder mal heiraten werden und welchen Einfluss die angeheirateten Familienmitglieder auf deine Familie haben?
Bei einer Stiftung geht es immer um das Vorsorgen: Genauso wie du dich im Auto anschnallst, weil es sicherer ist oder du ein Auto mit Airbags einem Auto ohne Airbags vorziehst, macht es Sinn, über Airbags beim Vererben nachzudenken. . .
Denn eine Stiftung währt im Idealfall ewig!
P.S.: Die ältesten in Deutschland heute existenten Stiftungen sind über unglaubliche 1.000 Jahre alt!!!

6
Wieviel Erbschaftssteuer eine Familienstiftung Deiner Familie legal sparen kann.
Die Erbschaftsteuer in Deutschland ist eine der größten Bedrohungen für dein Vermögen. Ohne die richtige Struktur, kann der Fiskus bis zu 50% des vererbten Vermögens beanspruchen – ein Verlust, der das Lebenswerk empfindlich schmälert.
Doch hier kommt die Familienstiftung ins Spiel:
Der entscheidende Schlüssel zur Steuerersparnis liegt im Prinzip der Stiftung selbst, das wir bereits kennengelernt haben: Die Stiftung ist unsterblich.
Hier ein Beispiel:
Egon ist nicht verheiratet, hat einen Sohn Balduin und wird einmal ein vermietetes Mehrfamilienhaus im Wert von 1,2 Mio. € an ihn vererben.
Der Freibetrag für seinen Sohn Balduin beträgt 400.000 €.
Berechnung der Erbschaftssteuer (leicht vereinfacht):
Bei einer "normalen" Vererbung fällt folgende Erbschaftssteuer an:
Erbmasse: 1,2 Mio. €
- Freibetrag: 400.000 €
= zu versteuernder Betrag: 800.000 €
x 19% (Steuersatz bis 6 Mio., Erbschaftssteuerklasse 1)
= zu zahlende Steuer: 152.000 €
Egons Sohn muss also innerhalb von wenigen Wochen nach Zustellung des Steuerbescheides 152.000 € zahlen. Eventuell muss er ein Darlehen aufnehmen oder die Immobilie verkaufen.
Der Stiftungsweg als Alternative:
Sobald Egon sein Vermögen an seine Stiftung überführt, gehört es dieser ewigen juristischen Person.
Wenn Egon als Stifter verstirbt, findet kein Eigentümerwechsel mehr statt. Die Stiftung bleibt Eigentümerin. Lediglich der Begünstigte, der die Erträge erhält, wechselt. Da es keinen "Erbfall" gibt, fällt auch keine Erbschaftsteuer an.
Eine komplette Steuerfreiheit wäre aber zu schön um wahr zu sein. Um nicht auf zuviele Steuern zu verzichten, hat der Staat vor rund 50 Jahren die Regel eingeführt, dass eine Familienstiftung alle 30 Jahre eine sogenannte Ersatz-Erbschaftsteuer bezahlen muss. Diese wird auf Basis eines fiktiven Vermögensübergangs berechnet.
Hier die Berechnung:
Erbmasse in der Stiftung: 1,2 Mio. €
- Freibetrag: 800.000 € (eine Stiftung hat immer 2 fiktive Kinder - unabhängig davon, wieviel Kinder Egon tatsächlich hat)
= zu versteuernder Betrag: 400.000 €
x 15% (Steuersatz bis 600K, Erbschaftssteuerklasse 1)
= zu zahlende Steuer: 60.000 €
Vorteil 1:
Mit Stiftung werden 92.000 € Steuern eingespart.
Vorteil 2:
Da es einer Stiftung allerdings nicht "zuzumuten" ist, einen solchen Betrag von 60.000 € auf einmal zu bezahlen, kann sie einen Antrag auf Verteilung der Steuer über 30 Jahre stellen.
In der Praxis bezahlt die Stiftung also nur 2.000 € (zzgl. Zins) pro Jahr - über 30 Jahre. Dies sollte problemlos aus den laufenden Erträgen darstellbar sein ;-)
Vorteil 3:
Niemand weiß, wann Egon sterben wird, also können weder er noch sein Sohn die benötigte Liquidität planen.
Bei der Stiftung weiß Egon ganz genau, wann die Ersatzerbschaftssteuer anfällt. Vorher kann er sich fokussiert um die Vermögensmehrung kümmern und kurz vor Ablauf der 30 Jahre die Steuer planen.
Vorteil 4:
Abwandlung: Egon war mit Kunigunde verheiratet und hat ein Berliner Testament gemacht. Bei einem Verkehrsunfall versterben beide. Egon um 22 Uhr und Kunigunde um 22.10 Uhr des gleichen Tages.
Das bedeutet: In diesem Fall wurde das MFH für 10 Minuten an Kunigunde vererbt und direkt danach an den gemeinsamen Sohn Balduin.
Somit kommt es in diesem Falle zu zwei Besteuerungen!! Also knapp unter 300.000 € Steuer.
Sowas kann bei einer Stiftung nicht passieren!
Vorteil 5:
Die Stiftung hat einen Steuerfreibetrag von 800.000 €.
Der Sohn Balduin hat aber auch noch seinen eigenen Freibetrag gegenüber dem Vater von 400.000 €.
Dieser ist in unserem Beispiel noch gar nicht verwendet worden.
Vielleicht wäre es möglich, dass Vermögen so aufzuteilen, dass die Stiftung "nur" 800.000 € erhält und der alleinstehende Egon 400.000 € behält.
Denn in diesem Fall würde die Stiftung nach 30 Jahren gar keine Steuern bezahlen und Balduin würde die restlichen 400.000 € irgendwann direkt von Egon erben - ebenfalls steuerfrei!
Steuer = 0 !
Die Einsparungen sind bei vorausschauender Planung astronomisch!
P.S.: Für den Fall, wenn Du mehr Vermögen hast: Du darfst auch 2, 3 oder mehr Stiftungen gründen. Jede Stiftung hat immer ihre eigenen Freibeträge in Höhe von jeweils 800.000 €!
P.P.S.: Operative Firmenbeteiligungen können unter gewissen Voraussetzungen auch völlig steuerfrei übertragen werden - sowohl auf der privaten - als auch auf Stiftungsebene.

Für Unternehmer . . .
7
Wie eine Familienstiftung dich besonders schützt, falls Du Unternehmer bist!
Balduin war Gesellschafter-Geschäftsführer einer gut laufenden GmbH. Sie wuchs schnell. Doch er stellte zu viel Personal ein. Lieferanten wollten vermehrt Vorkasse und ein Großkunde ging pleite und zahlte nicht.
Balduin tat, was viele Unternehmer tun. Um die eigene Insolvenz abzuwenden, schoss er im Mai eigenes Geld in die GmbH nach. Doch seine guten alteingesessenen Mitarbeiter fingen an, die Firma zu verlassen, weil sie sich um die eigene Zukunft sorgten.
Es kam, wie es kommen musste. Ein paar Monate später war seine Firma insolvent.
Jetzt wunderte sich Balduin über den Insolvenzverwalter, der ihn recht emotionslos aus der eigenen Firma warf.
Dann erklärte ihm ein guter Freund das, was jetzt passieren würde. Logischerweise würde der Insolvenzverwalters versuchen, Geld aufzutreiben.
Doch da es in der GmbH nicht genügend gab, versuchte er mit allen Mitteln, ans private Vermögen von Balduin zu gelangen. Dafür musste er ihm als Geschäftsführer nur Fahrlässigkeit bei der Geschäftsführung nachweisen.
Seine Argumentation war vereinfacht wie folgt: Balduin hätte im Mai kein Geld mehr in die Firma pumpen dürfen, da sie erkennbarer Weise schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu retten war. Der Beweis war schließlich das entgültige Aus ein paar Monate später. Es ging um ein schwieriges Themenfeld: Insolvenzverschleppung.
Somit haftete Balduin mit seinem Privatvermögen für die Schulden der GmbH und war finanziell ruiniert!
Abwandlung: Ändert es etwas, wenn über der operativen GmbH eine Holding-GmbH gewesen wäre?
Antwort: Nein. Der Insolvenzverwalter hätte einfach auf das Vermögen der Holding zugreifen dürfen, da Balduin die Gesellschaftsanteile in seinem Privatvermögen hielt.
Die Lösung: Wäre eine Familienstiftung als Holding etabliert worden, so könnte der Insolvenzverwalter zwar immer noch auf Balduins Privatvermögen zugreifen.
Da die Stiftung aber niemandem gehören würde - also auch nicht Balduin - könnte niemand auf die Stiftung zugreifen.
Das Vermögen der Stiftung wäre also völlig sicher.
Außerdem:
-> Die Stiftung könnte neue Tochterfirmen gründen und Balduin könnte wieder durchstarten.
-> Die Stiftung könnte Balduin privat Geld leihen, damit dieser mit dem Insolvenzverwalter verhandeln kann. Wichtig: Balduin muss als Stiftungsvorstand das Wohl der Stiftung im Auge behalten. Er kann und darf sich selbst also Geld leihen.
Der Insolvenzvollstrecker kann ihn aber nicht dazu zwingen. Er hat also eine stabile Verhandlungsposition und die Stiftung als Geldgeber immer in der Hinterhand.

8
Wie eine Stiftung Dich vor Entführung schützt?
Beispiel: Theo ist erfolgreicher Unternehmer. Er hat eine Holding-GmbH gegründet, der seine gut laufende GmbH gehört. Beide Firmen veröffentlichen jährlich ihre Bilanzen.
Damit sind viele Rückschlüsse zu seinen Vermögensverhältnissen möglich, da jedermann die Informationen online einsehen kann. Gauner Gustav muss nur ins Internet schauen!
Langfristig kann dies ein entscheidendes Risiko darstellen.
Die Alternative:
Theo hätte als Holding eine Familienstiftung etablieren können.
Vorteil 1:
Eine Stiftung muss nicht bilanzieren - eine EÜR reicht aus. Diese wird nicht veröffentlicht. Niemand Außenstehendes hat Einblick auf die Zahlen und die Vermögenswerte.
Vorteil 2:
Eine EÜR ist deutlich günstiger als eine Bilanz. Dies spart Kosten.
Vorteil 3:
Die Stiftung unterliegt grundsätzlich weder den strengen Anforderungen des GmbH-Gesetzes noch des HGB (solange sie kein Kaufmann ist - was in der Regel nicht der Fall ist).
Nachteil:
Die einmaligen Gründungskosten einer Stiftung sind höher als die einer GmbH - dafür sind die regelmäßigen laufenden Kosten deutlich niedriger!

9
Welche Holding bietet die meisten Vorteile? Eine GmbH oder eine Stiftung?
Kriterium | Vermögens- verwaltende GmbH | Familien-Stiftung |
|---|---|---|
Eigentümer | gehört Gesellschafter | gehört sich selbst |
Schutz bei Scheidung | Gefährdet. Die GmbH-Anteile sind Teil des Privatvermögens und unterliegen dem Zugewinnausgleich | Maximaler Schutz. Das Vermögen gehört der Stiftung und ist vom Zugewinn komplett ausgenommen. |
Schutz bei Insolvenz | Gefährdet. GmbH-Anteile können pfändbar sein. | Absolut geschützt. Das Vermögens ist vor dem Zugriff externer Gläubiger gesichert. |
Erbschaftssteuer | Fällt an. Die GmbH-Anteile werden vererbt. Kein Befreiungstatbestand, da vermögensverwaltend. -> bei Verkauf von Anlagevermögen Ertragssteuer | Fällt nicht an. Die Stiftung ist "unsterblich". Nur geringe 30-jährige Ersatz-Erbschaftsteuer mit eigenem Freibetrag von 800.000 € |
Besteuerung Aktienverkauf | ca. 1,5% (§ 8b KStG) | ca. 0,76% (§ 8b KStG), da keine Gewerbesteuer |
Ausschüttungen | Erfolgen an die Gesellschafter gemäß ihren Anteilen | Völlig flexibel an alle Begünstigten möglich. -> Nutzung der Freibeträge von Personen ohne Einkommen sinnvoll, z.B. der Kinder. |
Satzungsänderungen | Möglich und z.B. bei Änderung der Tätigkeit notwendig. | Nur sehr eingeschränkt möglich, aber grundsätzlich nie nötig, da die Satzung viel weiter gefasst werden darf, da die Stiftung weder dem GmbH-Gesetz noch dem HGB unterliegt. |
Steuerfreier Verkauf von Immobilien nach 10 Jahren | Nicht möglich. Der Gewinn ist der Verkaufserlös minus Buchwert! | Steuerfreier Verkauf. |
Jahresabschluss | Bilanzierungspflicht | EÜR - keine Bilanz nötig - auch nicht bei hohen Gewinnen. |
Eigener Freibetrag bei der Erbschafts-/Erbersatzsteuer | Nein. | 800.000 €. |
Gewerblichkeit | Grundsätzlich gewerblich und nur ausnahmsweise von der Gewerbesteuer "befreit". | Grundsätzlich NICHT gewerblich. Kann 5 Einkommensarten nebeneinander haben. |
10
Vielleicht möchte ich ins Ausland. Wie kann ich clever und legal die Wegzugsbesteuerung umschiffen?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Die Wegzugsbesteuerung in Deutschland folgt aus dem § 6 Absatz 1 Satz 1 des Außensteuergesetzes (AStG). Dort werden insbesondere die Anteile an Kapitalgesellschaften (z.B. einer GmbH) der Besteuerung unterworfen.
Eine Stiftung ist keine Kapitalgesellschaft, daher findet das Außensteuergesetz hier keine Anwendung.
Bsp.: Fritz hat eine gut laufende operative GmbH. Da er auswandern möchte, verschenkt er seine GmbH an seine Stiftung. Dies ist steuerfrei möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen:
1. beispielsweise muss die GmbH mindestens 7 Jahre fortgeführt werden
2. das Verwaltungsvermögen muss kleiner als 10% sein und
3. die Lohnsummen dürfen nicht sinken.
Fritz hat sich hier von einem spezialisierten Steuerberater begleiten lassen, da viele Feinheiten zu beachten sind. Der Vorgang dauerte einige Zeit, aber Fritz hat sein Ziel erreicht.
Eine Ergänzung: Der Vorstandsvorsitzende einer Stiftung muss eine ladungsfähige Anschrift in Deutschland haben. Daher hat Fritz den Vorsitz an seine Schwester übergeben, die in Deutschland bleiben wird.
Er hätte aber auch eine außenstehende Person seines Vertrauens nehmen können. Das Risiko ist überschaubar, da jeder Vorstand immer an die Satzung gebunden ist.

Für Immobilienbesitzer . . .
11
Wie Du die Steuer bei Deinen Mieteinnahmen auf 15% drückst und die Immobilien trotzdem noch steuerfrei nach 10 Jahren verkaufen kannst?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
The answer to the above questions frames each element in your product as a benefit - and that's what readers will respond to. Create one such section for each major feature or chapter in your product.
There's no rule about the "right" number of features to advertise like this. Test a very long list against a shorter list that only advertises highlights in your product.

12
Wie Du verhindern kannst, dass bestimmte Immobilien von Deinen Erben verkauft werden.
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
The answer to the above questions frames each element in your product as a benefit - and that's what readers will respond to. Create one such section for each major feature or chapter in your product.
There's no rule about the "right" number of features to advertise like this. Test a very long list against a shorter list that only advertises highlights in your product.

Für Aktienbesitzer . . .
13
Steuer-Wunder in der Stiftung: Wie Du legal über 95% der Steuer (Abgeltungssteuer) auf Deine Aktiengewinne sparst?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Eine private Familienstiftung ist mit sämtlichen inländischen Einkünften körperschaftsteuerpflichtig. Maßgeblich sind:
- Körperschaftsteuer (KSt): 15 %
- Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf KSt.
→ Effektiver Satz: 15,825 %
- Gewerbesteuer: entfällt bei reiner Vermögensverwaltung (keine gewerbliche Tätigkeit)
Damit unterliegt die Stiftung grundsätzlich denselben steuerlichen Regeln wie eine GmbH (allerdings muss eine GmbH immer Gewerbesteuer auf Aktiengewinne zahlen und hat auch keinen Freibetrag von 5.000 EUR).
Bsp.:
Herberts Stiftung hat Aktien von BMW im Wert von 200.000 EUR nach einigen Jahren verkauft. Der reine Gewinn (Wertsteigerung) beläuft sich auf stolze 100.000 EUR.
Nach §8b Abs. 2 KStG sind davon 95% steuerfrei. 5.000 EUR sind also steuerpflichtig (steuerlich korrekter muss es heißen: nicht abzugsfähige Betriebsausgabe).
Jetzt wird noch der Freibetrag für Körperschaften (§24 KStG) in Höhe von 5.000 EUR abgezogen (siehe nächste Frage) und somit muss die Stiftung keine Steuern zahlen.
Hier eine Übersicht:
Schritt | Betrag |
|---|---|
1. Veräußerungsgewinn | 100.000 € (Kursgewinn) |
2. § 8b Abs. 2 KStG: 95% sind steuerfrei | 95.000 € |
3. § 8b Abs. 3 KStG: 5 % nicht abziehbar | 5.000 € sind grds. steuerpflichtig |
4. § 24 KStG Freibetrag i.H.v. 5.000 € | - 5.000 € |
5. verbleibendo steuerpflichtiges Einkommen | 5.000 € – 5.000 € = 0,00 € |

14
Möchtest du zusätzlich eine Art "Sparerpauschbetrag" in Höhe von 5.000,- EUR?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Nach §24 KStG haben Familienstiftungen (dort als Vermögensmasse tituliert) einen eigenen Steuerfreibetrag in Höhe von 5.000 EUR.
Dieser wird vom zu versteuernden Einkommen der Stiftung abgezogen.
Kosten im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung dürfen selbstverständlich unbegrenzt vom Einkommen abgezogen werden.

15
Wie werden Fonds besteuert?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Eine private Familienstiftung ist in Deutschland eine eigene juristische Person (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 KStG) und damit selbst Steuerpflichtige. Sie zahlt also Körperschaftsteuer in Höhe von 15% zzgl. des Soli von 0,825%, insgesamt also 15,825% Steuern.
Bei Fonds gibt es die Besonderheit, dass es laut §20 InvStG für bestimmte Fondsarten eine Teilfreistellung gibt:
Hier eine Beispielrechung. Angenommen, ein reiner Aktienfonds hätte eine Ausschüttung in Höhe von 50.000,- EUR:
Schritt | Betrag |
|---|---|
50.000 € Ausschüttung – 80 % Teilfreistellung | 10.000 € steuerpflichtig |
– Freibetrag (§24 KStG) | 5.000 € |
= steuerpflichtig | 5.000 € |
Körperschaftsteuer (15 %) + Soli (5,5 %) | ≈ 790 € |
→ **effektive Steuerbelastung:** 1,58 % auf Gesamtbetrag | Cell |

Spannende Fragen:
16
Wie kommt Dein Vermögen steuerfrei in die Stiftung?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

17
Wie kann man Vermögen aus der Stiftung steuerfrei entnehmen?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

18
Was kann eine Stiftung alles kaufen?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Grundsätzlich darf eine Stiftung alles kaufen, was dem in der Satzung festgelegten Stiftungszweck dient. Es muss wirtschaftlich sinnvoll, satzungsgemäß und zweckdienlich sein. Hier eine strukturierte Übersicht:
Bei Wertanlagen soll der Fokus auf der langfristigen Mehrung des Vermögens liegen. Gold und Optionen sollten also nur eine Beimischung sein. Die Anlagen sollten nicht zu riskant sein und mit Augenmaß vorgenommen werden. Kryptowährungen sind umstritten.

19
Wieviel Arbeit macht eine Familienstiftung?
Der Arbeitsaufwand in einer Familienstiftung ist überschaubar:

20
Was kostet die Gründung einer Stiftung?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

Gegenargumente und einfache Lösungen:
21
Ich habe gelesen, dass man die Satzung kaum noch ändern kann…
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

22
Ich habe gehört, dass das Stammkapital für immer weg wäre…
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

23
Ich habe gelesen, dass die Stiftung alle 30 Jahre eine Ersatzerb-schaftssteuer bezahlen muss. Wie hoch ist diese und lohnt sich das dann noch?
Sub-heading to summarize what this benefit is about.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.
Folgt in Kürze.

What Some of Our Customers Are Saying
“
Add customer testimonials in this section. Testimonials provide social proof and are ideal for convincing visitors who still have doubts or are on the fence about making a purchase.
Shane Melaugh, Thrive Themes

“
The more specific your testimonials are, the more effective they tend to be. Ask your customers specific questions to elicit these types of highly persuasive testimonials.
Jane Doe, ACME Inc.

“
The best testimonials mention problems that were solved by your product, ideally in the form of a mini-story. Also highlight parts of your testimonial, for readers who only skim.
John Doe, Company

“
How many testimonials should you add? There's no right answer for this. You can add as many as you have, but it's a good idea to also test showing only the best ones.
Jim Doe, Company

